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Quilt - Was ist das eigentlich genau?

Der Begriff "Quilt" stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt ganz schlicht und einfach Steppdecke. Doch inzwischen ist dieser Name nicht mehr der passende Ausdruck für diese Art von Decken, da sie inzwischen zu richtigen Meisterwerken geworden sind. Der Name ist während der Kolonialzeit in Amerika entstanden.

Der Aufbau eines Quilt

Die Quiltoberseite - auch „Quiltop“ genannt - besteht entweder aus vielen kleinen Stoffteilen oder aus Stoffen mit Applikationen. Allerdings kann die Oberseite auch nur aus einem einzigen Stück Stoff bestehen. Beim „Batting“ handelt es sich um die Zwischenlage. Sie bestand früher aus Baumwolle oder Wolle, die von Hand auseinander gezupft werden musste, bevor man die Oberseite drauflegen konnte und das Ganze zusammengeführt wurde. Inzwischen wird aber Watte aus Baumwoll- oder Polyestergewebe genutzt. Die Rückseite besteht in der Regel aus einem einheitlichen Stoff, oder eben aus vielen Stoffteilen. Der Begriff quilten bezieht sich somit auf das Zusammensteppen dieser drei Lagen. Früher geschah das überwiegend per Hand. Heutzutage wird überwiegend mit einer Nähmaschine gequiltet.

Die Ursprungsgeschichte des Quilt

Den Ursprung hat die Quiltdecke nach aktuellen Erkenntnissen wahrscheinlich in der chinesischen Kultur, da die Chinesen ihre Winterkleidung als erste aus drei Lagen Stoff hergestellt haben. Zwischen dem Ober- und dem Unterstoff wurde dann eine wärmende Schicht eingefügt und durch Nähte zusammengehalten. Diese Idee verbreitete sich aus China über den gesamten Orient hinweg. So trugen auch Ritter im Mittelalter schließlich gequilte Unterhemden, die sie unter ihrer Rüstung trugen. Später wurde diese Technik auch genutzt, um Decken und Wandteppiche zu fertigen.

Anfangs diente der Quilt nur einem bestimmten Zweck: Dem Wärmen. Doch nach und nach etablierte er sich auch im Bereich der Quilt und Textilkunst, da nun auch kunstvolle Ornamente eingearbeitet wurden. In Italien entstand so zum Beispiel die Trapunto-Technik. Bei dieser Technik wird auf einem weißen Untergrund gequiltet und die verschiedenen Ornamente durch ein leichtes Ausstopfen quasi plastisch gemacht. In Frankreich wurden Quilts wiederum aus Dama- und Seidenstoffen genäht und in Spanien aus Brokat und Samt. Später wurde der Quilt auch von den europäischen Auswanderern, die aus ihrer alten getragenen Kleidung die noch brauchbaren Stoffstücke zu wärmende Decken vernäht haben, in den USA verbreitet.

Die Gestaltungsmöglichkeiten eines Quilts

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind beim Quilten und Patchworken inzwischen sehr vielseitig und abwechslungsreich geworden. Besonders beliebt sind Applikationen aus Stoff. Aber auch im Bereich der Motive gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Aufgenäht werden so zum Beispiel gerne Blumen-, Herzen-oder Bärenmotive. Aber auch andere Tiermotive und Schnörkelleien sind sehr beliebt. Zusätzlich dazu gibt es auch noch die Bargello-Technik, bei dem Stoffe im Farbverlauf genäht ein bestimmtes Muster ergeben. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind aber nahezu unbegrenzt -
von den Methoden der Religionsgruppe der Amish bis zu modernen Arbeiten - daher werden wir hier im Blog in Zukunft einzelne Gestaltungsmöglichkeiten im Detail vorstellen.

Vielfälltige Einsatzmöglichkeiten

Besonders beliebt ist die Patchwork Tagesdecke, die über das Bett inklusive Bettwäsche gelegt wird. Aber nicht nur als Tagesdecke können Quilts zum Einsatz kommen, auch andere Funktionen im Haushalt kann sie übernehmen. So kann sie auch als wärmende Kuscheldecke genutzt werden oder stilvoll über die Couch gelegt werden, um ihr einen neuen Look zu verleihen. Somit eignet sie sich auch als Zierdecke oder sogar als Wandteppich. Die Einsatzmöglichkeiten sind somit sehr facettenreich.

Welche Stoffe eignen sich für einen Quilt?

Wie bereits erwähnt werden für einen Patchwork Quilt verschiedene Stoffe benötigt. Dabei können die Stoffe aus Baumwolle, Leinen, Jeans, Samt, Seide, Leder, Wildleder, Fleece aber auch aus Mischgewebe bestehen. Anfänger sollten Stoffe wählen, die leicht zu verarbeiten sind, wie zum Beispiel Baumwolle. Für Leder oder Wildleder sollte man schon etwas geübter sein.

Quilten für Anfänger- Worauf sollte man achten?

Anfänger sollten sich beim Quilt nähen eine Nähtechnik aussuchen, die nicht zu kompliziert ist. Hilfreich für hier den Einstieg kann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Thema "Quilt selber machen" sein. Die hilft und unterstützt Anfänger bei den ersten Nähschritten. Wie bereits kurz erwähnt sollten Anfänger Baumwollstoffe bevorzugen, da diese deutlich leichter zu verarbeiten sind. Das erleichtert nicht nur das Zuschneiden, sondern auch das Zusammennähen des Stoffs.

Zusätzlich dazu sollten für die kleinen Stoffstücke auch Muster gewählt werden, die klein sind. Groß gemusterte Stoffe eignen sich eher nicht, da diese ihre Wirkung nach dem Zuschneiden oft verlieren. Beliebt sind Stoffe, die nur ganz zart gemustert und gleichfarbig sind. Natürlich können auch gebrauchte Stoffe verwendet werden, wie zum Beispiel aus alten Wäschestoffen. Wem das Nähen gar nicht liegt, der kann sich natürlich auch direkt einen fertigen Quilt kaufen.

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